Paulina

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Paulina – ein Familienroman von 1903-1945

 

Rezension von Hans-Peter Adler, Dresden

 

Die faszinierende Geschichte um Paulina hat mich gefesselt und bis zum Schluss nicht losgelassen. Doch die Spannung und die Frage,  wie geht es weiter, sind nur ein Teil der Faszination. Die Charaktere sind so berührend geschildert (einen solchen Großvater wie Chaijm kann man sich nur wünschen, und ich vermute, dass Ihr eigener Großvater hier Modell gestanden hat), die Bezüge zu Dresden lösen zusätzliche Assoziationen aus (als Student bin ich in noch in den alten Hechtwagen unterwegs gewesen), und wenn man in Bühlau wohnt, kann man sich das Heidehaus auch gut vorstellen.

Die Schilderung der Bombennacht hat mich an Klemperers Tagebucheintragungen zu dieser schrecklichen Tragödie erinnert, die für ihn aber auch eine Rettung vor der Deportation war.

Aber auch so scheinbar alltägliche Szenen wie die in Augusts Hotel, als Paulina erfährt, wer ihr Vater ist, liest man mit Vergnügen und manchmal auch schmunzelnd.

Und hin und wieder erschließt sich eine Szene erst ganz am Schluss, so wenn Chaijm nur ein „Ewiger“ flüstern kann, als er den Hund Michails erkennt. Das ist gekonnt erzählt.

Das Schicksal von jüdischen Menschen im Deutschland des Nationalsozialismus ist in der Literatur oft beschrieben worden, doch die Geschichte Ihrer Paulina hat mich besonders intensiv berührt, ich wünsche Ihrem Roman viele Leser, und mir wünsche ich ein neues Werk aus Ihrer Feder.

Beschreibung

Paulina ist ein lebenslustiges Kind. Die Wohnung und den Schokoladenladen ihrer Großeltern in der Dresdner Victoriastraße nennt sie ihr Zuhause. Als sie 9 Jahre alt ist, ändert sich der politische Ton in Deutschland und schickt seine Schatten voraus. Paulinas Großvater und ihre Mutter sind  Juden: Was für sie bis dahin völlig normal war, gewinnt nun plötzlich an Bedeutung und bestimmt die Umstände, unter denen sie erwachsen werden wird. Eine Reisebekanntschaft führt zu einer engen Verbindung von sich bis dahin einander völlig fremden Personen. Paulina muss tapfer sein, und ein paar Menschen haben Mut.

Ein atmosphärisches Stimmungsbild der Zeit zwischen 1900 und 1945. Eine Geschichte, die in den Bann zieht. Erzählt in lebendiger, berührender Sprache. Inspririerende Figuren. 

Aktueller denn je.

Mahnung und Hoffnung zugleich.

 

 

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